• Caroline

Geschichten, die erzählt werden müssen - Teil 3 Berlin


Ich persönlich glaube nicht an Zufälle! Und so war es sicher auch keiner, dass ihr uns auf unserem letzten Reiseabschnitt in einer denkbar knappen Entscheidung nach Berlin geschickt habt. Hier haben wir einen wunderbaren Menschen, ein tolles Stadion und ein paar weitere hübsche Plätze abseits des Massentourismus kennen gelernt.


Ben, der durch einen Post von Roli in einer Facebookgruppe auf uns aufmerksam wurde, hat uns von Anfang an bei unserer Tour begleitet. Natürlich freut man sich riesig darüber, wenn Fans anderer Vereine die eigene Seite lesen, denn genau darum geht es ja!

So hatten wir dann auch schon fast ein bisschen das Gefühl, dass man sich kennt, als wir Ben's Tipp folgend ins Hostel "Ostel" abgestiegen sind. Ein charmantes Haus voller Ostalgie, dass sich bei einem Kurztrip in Berlin auf jeden Fall mal lohnt. Für einen längeren Aufenthalt wäre es mir allerdings zu viel. Zu viel Blümchentapete, zu viel geteilter Wohnraum und zu viel Honecker an den Wänden!


Aber wir sind ja auch nicht da gewesen, um im Hotelzimmer zu liegen, sondern, um was zu erleben und genau das haben wir dann auch getan!

Ziemlich kaputt und durchgeschwitzt kamen wir am Bahnhof in Köpenick an. Kurz befürchtete ich, Ben würde unsere Verabredung aufgrund der richtig heißen Temperaturen absagen. Verübelt hätte ich es ihm nicht. Aber er hat trotzdem den weiten Weg von sich zu Hause bis zum Stadion auf sich genommen, um uns alles genau zu zeigen. 

Die Alte Försterei erreichten wir, wie der Name schon sagt, über einen hübschen Waldweg. Unterwegs kamen wir schon an einigen Fanständen und Kneipen vorbei und wir erfuhren allerhand über die Eiserne Fanszene. Von Unions FDGB-Pokalsieg 1968 und den vielen Fanfreundschaften, die die Eisernen in der kompletten Republik pflegen, berichtete Ben dann an der dafür richtigen Stelle, dem Denkmal der Pokalhelden vor 50 Jahren.


Ein bisschen leid tat es mir, dass unser neuer Freund sein Union Trikot gegen ein unauffälliges Shirt eintauschte, als wir uns auf den Weg Richtung Stadtzentrum machten. Zu DDR Zeiten herrschte zwischen beiden Vereinen noch eine Fanfreundschaft, man unterstütze sich bei den jeweiligen Heimspielen. Heute muss man, um Sticheleien aus dem Weg zu gehen überlegen, welches Viertel rot und welches blau ist. Für einen Fußballromantiker wie mich schade...


Dank Ben, der uns nicht nur die Vereinsgeschichte und die Stadionumgebung, sondern gleich noch die halbe Hauptstadt näher brachte, aßen wir den besten Döner der Welt. Hmm, da bekomm ich gleich wieder Lust drauf. Die Adresse musst du uns bitte unbedingt noch geben!

Danke, dass uns deinen Verein und auch deine ganz eigene Geschichte näher gebracht hast. Du bist ein toller Mensch und ein großartiger Reiseführer. Vielleicht solltest du das für fußballinterssierte Touris anbieten. Nachfrage aus Ingolstadt wäre sicherlich da!

Und so passierte, was ich mir wünschte und von dieser Reise auch erhoffte. Union Berlin war bisher für mich ein Verein, mit dem ich nichts wirklich verband. Klar, man erinnert sich an Begegnungen mit unserem FCI, aber außerhalb dieses Umfelds, hatte ich keinerlei Berührungspunkte. Das ist jetzt anders, denn nun gucke ich automatisch immer auch, gegen wen Union am Wochenende spielt und wie die Partie ausgegangen ist.

Der Treffpunkt für unser Wiedersehen an der Alten Försterei ist bereits ausgemacht und auch der Schaltausch steht noch aus. Keine Sorge, wir finden schon einen schönen für dich. Notfalls wird einer gestrickt!


Und damit geht unser Rückblick auf die Tour auch schon zu Ende. 

Es war uns ein Anliegen, den wichtigsten Menschen dieser Reise nochmal einen eigenen Raum zu geben und euch zu zeigen, wie gewinnbringend so eine Fahrt sein kann. Wir nehmen neue Bekanntschaften und nen Haufen toller Erinnerungen mit.

Ich danke euch von Herzen, dass ihr uns dabei verfolgt und unterstützt habt. 

Für Roli und mich war es eine unglaubliche Reise, die uns nochmal enger zusammen gebracht hat und die wir sicher nicht vergessen werden. 

Ich kann nicht ausschließen, dass wir diese Tour wiederholen. Mal schauen, was nächstes Jahr so ist. Aber es kommt eh so, wie es kommen soll, denn:

Zufälle gibt es nicht!


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