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Kellerduell - Zebras gegen Schanzer

Aktualisiert: 23. Juli 2019


Versucht man die Ereignisse dieser Woche beim FCI zusammenzufassen, weiß man gar nicht wo man anfangen soll. Am Ende einer turbulenten Woche steht aber ein 2:4 Erfolg gegen Tabellennachbar Duisburg, der alles andere überstrahlt.


Die Entlassung von Jens Keller und die scheinbare Hau-Ruck-Aktion mit Oral und Henke haben mich am Dienstag nicht nur überrascht, ich kann sie auch nicht nachvollziehen. Doch "der Kas is bissn" wie man bei uns so schön sagt. Nun bestreiten wir die letzten sechs Ligaspiele (voraussichtlich) eben mit Tomas Oral. Trainer Nummer 4 in dieser Saison. Ich wünsche mir einfach, dass wir - Fans und Verein - in naher Zukunft wieder mit sportlichen und sozialen Höhepunkten auf uns aufmerksam machen und das katastrophale Bild, das wir zur Zeit in Fußballdeutschland abgeben, schnellstmöglich revidieren können.


Mit zahlreichen Bussen zogen wir also gestern los nach Duisburg. Wer wie wir zu jedem Spiel unserer Schanzer fährt, freut sich natürlich immer über Unterstützung seitens des Vereins. Trotzdem hatte ich Sorge, was die gesponserte Aktion für die Stimmung im Gästeblock bedeutet. Denn wenn es etwas umsonst gibt, stehen Hintz und Kuntz bekanntlich ganz vorne in der Schlange. Das Tolle an Auswärtsfahten ist, dass nur Diejenigen mitfahren, die wirklich für den Verein brennen. Somit ist die Stimmung im Block auswärts meistens besser als daheim, wo viele die Süd aufgrund der günstigen Ticketpreise und nicht wegen des Supports auswählen. Doch meine anfängliche Skepsis war unbegründet. Jeder der zahlreichen mitgereisten Fans gab sein Bestes und hat die Mannschaft lautstark unterstützt. Ich denke, wir haben kein schlechtes Bild abgegeben.


Das kann man auch von den Spielern sagen, die den Teufelskreis endlich mal durchbrochen haben.

Auf den Führungstreffer und den Ausgleich direkt nach der Halbzeitpause folgte zur Abwechslung kein Einbrechen. Die Jungs zeigten Nerven und sicherten sich damit diese enorm wichtigen Punkte. Woran es wohl gelegen hat, dass wir aus dem Hamsterrad der Ereignisse ausgebrochen sind?

Lag es am neuen Trainer? An den mitgereisten Fans? Am Input der ins Team rotierten Spieler?

Jeder der eine dieser Entscheidungen mitverantwortet, wird wohl seine persönliche Meinung dazu haben, doch letztendlich spielt es keine Rolle. In der aktuellen Situation geht es nicht um Namen, Gesichter oder Egos. Es geht einzig und allein um den Ligaerhalt.

Was der Sieg gestern wert war, werden wir wohl erst in den kommenden Wochen sehen. Er hat uns sicherlich eine Restchance bewahrt, doch wenn wir jetzt nicht nachlegen, war es nur ein schmerzlicher Funken Hoffnung auf die geschundene Ingolstädter Fanseele.


Nach 24 Stunden Auswärtsfahrt, denn so lange dauert es um nach Duisburg zu fahren, das Spiel zu sehen, heim zu kommen und die aufregenden Ereignisse im Kreise von guten Freunden bei einem Absacker zu verdauen, bleibt eigentlich nur zu sagen:

"Als Tabellenführer kann man nur verlieren. Als Letzter nur gewinnen!"

Danke Domi für den schlauen Satz, der es gut auf den Punkt bringt. Wir haben in letzter Zeit viel verloren. Spiele, Punkte, Trainer, Manager, Erfolgsfans, Weitsicht, Mancher den Glauben an den Klassenerhalt und ein paar Andere ihre Manieren. Ja, verloren wurde viel in den letzten Wochen und nun sind wir ganz unten angekommen. Zeit, zu gewinnen!

Mehr Bilder zum Auswärtsspiel in Duisburg gibts wie immer HIER.