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Auf der anderen Seite

Löwenjagd in Niedersachsen


Samstagmorgen 04:15 Uhr. Der Wecker klingelt! Es ist Zeit aufzustehen, denn heute ist Auswärtsfahrt. Unter normalen Umständen fällt es mir schwer in aller Herrgottsfrüh die Augen zu öffnen, aber gestern ging´s zum Drittplatzierten nach Braunschweig. Gleich drei Sender übertrugen dieses Spitzenspiel der 3. Liga, es mag wo möglich auch ein Grund dafür sein, dass sich der ein oder andere Schanzer gesagt hat, dass man bei

diesem schlechten Wetter und die weite Kilometerzahl sich einen bequemen Nachmittag zu Hause vor dem Fernseher macht.



Umso schöner dass die trotzdem Mitgereisten dann ein Torspektakel innherhalb kürzester Zeit erleben durften. Nun der Reihe nach… Nach etwa 2 ½ stündiger Fahrt war unsere erste Rast bei Hof. Dort bot sich eine Zustiegsmöglichkeit für unsere Schanzer Freunde aus Ostbayern. Natürlich durfte unser Beerpong-Tisch ein paar Minuten das miese Wetter an diesem Tag genießen, ehe es nach einer g´scheiden Brotzeit weiter in Richtung Niedersachsen ging. Leider

machte die Krankheitswelle an diesem Wochenende auch vor Fußballfans nicht Halt. So kam es, dass einige – auch aus diversen anderen Gründen nicht mit dabei waren und die Busfahrfraktion freie Platzwahl hatte. Ganz liebe Grüße an dieser Stelle an Caroline, die es diesmal arg erwischt hat.

In Braunschweig angekommen ging es diesmal für mich nicht wie gewohnt zum Gästeeingang, sondern auf die Haupttribüne. Nein das war keine Zwangsversetzung, sondern ich wurde dort von meinem Kupel Dirk auf die Blindenplätze, die sich auf der Haupttribüne befinden eingeladen. Er ist ein langjäriger guter Freund und der wahrscheinlich treuste Eintracht-Fan den ich kenne. Danke Dirk für den tollen Fußballnachmittag bei Euch!

Vor Beginn der Partie trauerten die Eintrachtler um Ihre Geher-Legende Viktor Suida, der einst zum Meisterschaftsendspiel des BTSV zu Fuß von Braunschweig nach Essen lief. Er verstarb letzen Oktober im Alter von 91 Jahren. Hut ab vor dieser Leistung!



Das Spiel startete eher passiv für unsere Schanzer, ehe Gaus in der 20. Minute das Ding reinmachte. Der Jubel war noch nicht vorbei als Antonitsch das zweite Tor per Flugkopfball machte. Wahnsinn! zwei Tore innerhalb von drei Minuten! Aber es sollte noch besser werden als Maxi Thalhammer nur 240 Sekunden später das 0:3 schoss. Was war nur in die Jungs gefahren!? Ich traute meinen Augen kaum.So ein tolles Spiel – für uns!


Leider konnte ich fernab der Gruppe meine Freude über die Tore nicht teilen! Die Braunschweiger hingegen, die um mich herum saßen meinten alle – jetzt sei das Spiel endgültig gelaufen als ein Löwen-Spieler in der 53. Minute die Rote Karte sah. Vom Auswärtssupport bekam ich leider nur sehr spät mit als ich mich zum Ende des Spiels zum Gästeblock machte. Bevor es wieder an die Donau zurück ging möchte ich noch kurz die Becherfrau „Christl“ erwähnen. Sie ist weit über 70 Jahre alt und steht bei jedem Heimspiel vor der Braunschweiger Südtribüne und sammelt dort die leeren Pfandbecher, geschützt durch einen Helm. Beim gestrigen Spiel kamen mehrere Tausend Euro zusammen, die alle für einen guten Zweck gespendet wurden. Respekt, Christl – mach weiter so!


Die Rückfahrt war sehr entspannt – mit 3 Punkten im Gepäck und als Tabellendritter kann man jetzt den Sonntag genießen.

Auf einem Rastplatz kurz vor Halle erhielten wir dann kurzer Hand eine Einladung von HFC-Anhängern, die gerade auf den Rückweg vom Sachsen-Derby aus Magdeburg kamen, getroffen. Sehr nette Geste!

So freue ich mich wenn wir allesamt am nächsten Wochenende gegen Zwickau zusammenstehen und unsere Jungs lautstart anfeuern!


Alle Bilder zum Auswärtssieg in Brauschweig gibt’s HIER.