• Caroline

Bis zur letzten Minute

Am 1. Adventssonntag empfingen unsere Schanzer den SV Meppen im Audi Sportpark. Obwohl unsere "Ungeschlagen-Serie" auch an diesem Spieltag nicht endete, fühlte sich das Ergebnis doch nach einer Niederlage für unseren FCI an.



Pünktlich zum Dezember zog auch der Winter in Ingolstadt ein. Als ich in der Früh aufwachte, war der Garten mit einer feinen Zuckerschicht überzogen und auch im Stadion war es eisig kalt, weswegen Punsch und Glühwein an diesem Tag wohl am besten gingen. Doch wenn Einen friert, sind Hüpfen und Klatschen doch die besten Warmmacher. Und bereits nach 6 Minuten konnten wir uns nicht nur zum Aufwärmen, sondern auch zum Jubeln in den Armen liegen. Es war wohl eine der wenigen guten Schiedsrichter-Aktionen an diesem Nachmittag, die dazu führten, dass trotz des Fouls an Beister auf Vorteil entschieden wurde und Paulsen so unseren Kapitän zur verdienten Führung bedienen konnte. Anschließend fehlte uns allerdings die Durchschlagskraft, um diese Führung auszubauen. Fast wäre auch die zweite Halbzeit ähnlich erfolgreich gestartet, doch Beister fehlten einige Zentimeter zum 2:0.



Gegen Ende der Partie wurde es dann zäh. Meppen machte ordentlich Druck und fast befürchtete ich, dass es uns so ergehen würde, wie Münster am Tag zuvor, die eine 1:0 Führung binnen weniger Minuten herschenkten. Nicht nur Meppen und das Schiri-Gespann wollten nun den Ausgleichstreffer, auch unsere Jungs luden mit Ungenauigkeiten dazu ein. Da half es auch nichts, dass die Südtribüne mit einem sich endlich aufbäumenden Support moralischen Beistand leistete - die drei Minuten Nachspielzeit wurden länger und länger. Und wie es dann nun einmal ist, wenn man vorne die Chancen nicht nutzt, belohnte sich eben Meppen spät für ihr couragiertes Spiel. In der letzten Minute der Partie traf Meppens Topscorer Undav zum 1:1. Wenn bei einem Remis ein Team jubelt und eines die Köpfe hängen lässt, sagt das schon einiges aus. Auch wenn die Punkteteilung gerecht ist, fühlte es sich doch nach einer kleinen Niederlage an.



Mit drei Punkten hätten wir Tabellenplatz zwei verteidigen und näher an Spitzenreiter Duisburg heranrücken können. Hätte hätte, Fahrradkette. In den Aussagen, die nach dem Spiel getätigt wurden, konnte man ja schon erkennen, dass viele Punkte richtig analysiert und von den Verantwortlichen eingeordnet wurden. Trotz der Enttäuschung wegen des spätes Ausgleichs, darf man nicht vergessen, dass wir seit 8 Spielen unbesiegt sind - das ist bei dieser engen Liga nicht zu verachten. Ein Punkt ist besser als keiner, um aber weiterhin oben mitzumischen, sollten wir die Punkteausbeute bald wieder von 1 auf 3 erhöhen. Also sollten die richtig erkannten Fehlerquellen schnellstmöglich auch eliminiert werden. Drüber sprechen allein reicht nicht aus, man muss es auch umsetzen. Am besten schon nächste Woche in Magdeburg, die uns punktemäßig im Nacken sitzen.

Dort sind wir natürlich wieder mit unseren Freunden von den Torkelschanzern dabei, mit denen wir gestern nach dem Spiel noch eine wunderbar familiäre Weihnachtsfeier verleben durften. Danke an dieser Stelle nochmal für die Einladung. Wir haben den Abend mit euch sehr genossen - eigentlich wie jede unsere gemeinsamen Auswärtsfahrten - immer bis zur letzen Minute.



Alle Bilder zum Spiel findet ihr HIER.

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