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Erfolgreich zurückgekämpft

Das gestrige Spiel gegen Preußen Münster bot Platz für jede denkbare Emotion. Hoffnung, Entsetzen, Fassungslosigkeit, Resignation, Überraschung, Anspannung und unbändige Freude. Die Schanzer drehten das Spiel und gingen als Sieger vom Platz - doch der Reihe nach:



Das Spiel begann, wie eben ein jedes Heimspiel beginnt, mit einer deftigen Brotzeit und einem herzlichen Get-together bei den Torkelschanzern. Nach 4 Wochen und einem Tag Krankenhausaufenthalt war auch Roli endlich wieder mit dabei. Noch sichtlich geschwächt und gezeichnet, hättest du dir sicherlich ein emotional einfacheres Spiel bei deiner Rückkehr gewünscht. Doch wir sind einfach nur froh, dass du wieder gemeinsam mit uns in der Kurve stehst. Erfolgreich zurückgekämpft.



Die gut 200 mitgereisten Münster-Fans zeigten vor Spielbeginn eindrucksvoll, wie man auch mit wenig Manpower einen optisch ansprechenden Gästeblock präsentiert. Mir hat es gefallen. Ich weiß nicht, ob es am Support der Gäste lag, aber Preußen kam deutlich besser ins Spiel. Die Offensivbemühungen der Schanzer endeten fruchtlos, während Münster innerhalb von sechs Minuten zweimal traf. Emotional befand ich mich zu diesem Zeitpunkt in der Phase "Fassungslosigkeit". Das durfte doch nicht sein. Auch die Stimmung im Stadion wurde deutlich kühler. Aus einem anerkennendem Klatschen heraus supportet es sich doch leichter als mit über dem Kopf zusammengeschlagenen Händen. In dieser Situation beneide ich unsere Vorsinger nicht, die die entsetzte Meute erstmal zum Weitermachen animieren müssen. Doch die Mühen wurden belohnt. Noch in Unterzahl, weil Gordon Büch verletzungsbedingt raus musste, gelang dem FCI der Anschluss. Kaya ließ erneut Hoffnung aufkeimen. Als im zweiten Durchgang auch noch Gaus und Schröck trafen, war die Freude riesengroß. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich damit teilweise nicht mehr gerechnet hab, doch ich lasse mich immer gerne eines Besseren belehren.



Die Namen der Torschützen in Halbzeit 2 sind im ersten Moment so wohl nicht zu erwarten gewesen, zeigt jedoch, dass bei einer Mannschaft, die als Kollektiv spielt und bei der Jeder den absoluten Siegeswillen mitbringt, auch Jeder treffen kann. Nun bin ich absolut kein Fan davon, dass Fans Aufstellungen fordern, oder Auswechslungen verlangen. Ich denke mir aber, dass bei einem Team, sei es im Sport oder der Arbeitswelt, Führungspersönlichkeiten sowohl mit Moral, als auch mit Leistung positiv voran gehen müssen.



Sich erfolgreich zurückzukämpfen und einen Zwei-Tore-Rückstand noch in einen Sieg zu drehen, zeugt nicht nur von guten Teamspirit, sondern auch von der Qualität, die unbestritten in unserer Mannschaft vorhanden ist. Diese beflügelnde Erfahrung gilt es jetzt in Selbstvertrauen umzumünzen und sie jederzeit abrufbar im Gehirn abzulegen. Nächste Woche geht es gegen Eintracht Braunschweig, ein Gegner, der es uns auch nicht leicht machen wird.


Alle Bilder zum Heimspiel gegen Preußen Münster findet ihr HIER.