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Jede Serie reißt einmal

Kurz bevor Sturm Sabine über Bayern hinweg zog, reisten wir und zahlreiche andere Ingolstadt-Fans zum Auswärtsspiel nach Würzburg. Stürmisch sollte es aber trotzdem zugehen.



"Wenn wir vorm Anpfiff schon so Gas geben, halten wir das dann 90 Minuten lang durch?", fragte Jemand ironisch im Block, als wir schon vor Beginn der Partie Stimmung machten. Dank der relativen kurzen Strecke und der Terminierung am Sonntagnachmittag, war der Gästeblock bereits früh gut gefüllt und die Stimmung ausgelassen. Genau das ist es, was ich an Auswärtsfahrten so liebe!

Alle halfen mit, die Fahnen optimal zu platzieren und so gab unser Block optisch doch einiges her. Es war angerichtet und unsere Jungs legten auch gleich los. Nach nur 5 Minuten verwandelte Goalgetter Ayensa einen Krauße-Eckstoß zum 0:1. Vielleicht lag es am stürmischen Start, oder am reichlichen Bier, aber in diesem Moment war ich äußerst euphorisch und vergaß die mahnenden Stimmen, die prophezeit hatten, dass der FCI Vorlagen, die ihm durch Patzer der Konkurrenz auf dem Silbertablett serviert werden, gerne mal liegen lässt. Eine Halbzeit lang war der FCI Tabellenführer und wir im siebten Fußballhimmel.



In der Halbzeitpause war schon klar, dass die Mannschaft in Durchgang zwei unbedingt eine Schippe drauf packen musste, um die Tabellenführung zu verteidigen. Doch zwischen der 53. und 66. Minute machte Würzburg alles klar. In weniger als einer viertel Stunde schossen die Unterfranken drei mehr oder weniger korrekte, dafür aber verdiente Tore und ließen unsere Serie von 13 ungeschlagenen Partien reißen. Jede Serie reißt einmal, das ist klar. Und trotz der vier Punkte aus den letzten drei Partien, stehen wir immer noch auf einem direkten Aufstiegsplatz. Auch das muss immer mal betont werden. Doch gestern hätte die Serie nicht reißen müssen. Die individuellen Fehler und Unkonzentriertheiten waren in Summe einfach zu viel und bauten einen spielfreudigen Gegner zusätzlich auf. Auch, dass einige Spieler physisch nicht auf der Höhe waren, wurde durch die fehlende körperliche Präsenz auf dem Platz sichtbar. Wo wir in den letzten Spielen noch Glück hatten, war gestern einfach der Wurm drin. Diese Dinge sollten wir für die nächsten Partien unbedingt wieder abstellen, damit wir Spiele auch wieder klar und souverän gewinnen können.



Für die Leistung auf der Tribüne ist der Trend genau gegenläufig. Die Formkurve in der Kurve zeigt steil nach oben und gestern war meiner Meinung nach das stärkste Auswärtsspiel dieser Saison. Wir hatten einen riesen Spaß und freuen uns sehr darüber, dass das gestern so Viele mitbekommen haben. Vielleicht werden sie so ja für die nächsten Auswärtsfahrten angefixt.


Alle Bilder zum Spiel findet ihr HIER.