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Kämpfen

Nach der Länderspielpause und somit einwöchiger Liga-Abstinenz ging es für unsere Schanzer vor heimischen Publikum gegen den Tabellenvorletzten aus Chemnitz. Eine Aufgabe, die sich als schwieriger herausstellen sollte. Doch kämpfen müssen wir auch abseits des Rasens.



"In dieser Liga kann Jeder Jeden schlagen!", heißt es immer so schön, wenn man vor 3. Liga Begegnungen zum Interview bittet. Doch wirklich gewinnen scheint auch Niemand zu wollen, denn die Punkteausbeute dümpelt so vor sich hin, große Ausreißer gibt es nicht. Ein Grund mehr, den CFC nicht allzu leichtfertig abzutun.

Die Schanzer starteten aktiver in die Partie und bestimmten das Spiel. Von Chemnitz war erstmal nicht viel zu sehen. Dass sich der Spielverlauf trotzdem zog, lag hauptsächlich an Fehlern im Spielaufbau. Sehenswerte Ansätze wurden leider viel zu schnell durch Fehlpässe und Stellungsfehler unterbunden. Mich stört, dass bei vielen unserer Spieler keine genaue Ballannahme funktioniert. Die meisten Bälle prallen meterweit ab, oder werden ohne Sinn und Verstand direkt an den Gegner abgegeben. So vereitelten wir uns oftmals selbst aussichtsreiche Chancen. Nichts desto trotz war Kaya´s Traumtor und somit die zwischenzeitliche Führung in der 36. Minute völlig verdient.



Nach der Halbzeit wurde es dann zäh - auf dem Platz und auf der Tribüne. Beim Support kapitulierten die Meisten frühzeitig, was meiner Meinung nach zu einer schwachen Stimmung auf den Rängen führte. Ganz ausnehmen können wir uns da nicht, denn irgendwie war heute der Wurm drin. Auch auf dem Rasen setzte sich die Freudlosigkeit durch. Chemnitz nutze einen Fehler zum Ausgleich und die Minuten wurden länger.

Erst zum Ende der Partie erwachte Ingolstadt zu neuem Leben, die Mannschaft hatte vermehrt Chancen und die Süd fand ihren Rhythmus wieder. Leider reichte es dennoch nicht zum Sieg und somit wurden die Punkte heute aufgeteilt. Klar, ein Punkt ist besser als kein Punkt, doch in der nächsten Woche brauchen wir eine deutliche Leistungssteigerung. Ich bin aber froh, dass sich auch die Spieler nicht mit der Leistung und dem Ergebnis zufrieden zu geben scheinen. Besonders gefallen hat mir dabei, dass sich Dennis Eckert Ayensa bei einem ungenauen Zuspiel von Wolfram nicht mit dem sonst üblichen Klatschen und Daumen hoch begnügte, sondern sich lautstark ärgerte und mehr Konzentration forderte. Entwicklung fängt bei Erkenntnis an.



Kampfgeist war auch abseits des Rasens gefordert. Seit nunmehr drei Wochen ist Roli im Krankenhaus und musste in der Länderspielpause erneut operiert werden. Doch nun ist endlich Licht am Ende des Tunnels. Der Körper erholt sich so langsam von den Strapazen der letzten Wochen und das Schlimmste scheint überstanden. Bei so vielen Rückschlägen ist jede Form von Zuspruch Balsam für die Seele, deshalb war die heutige Banner-Aktion im Stadion großartig. Danke an dieser Stelle an die SU und Jeden, der Roli so sein Mitgefühl ausgedrückt hat. Von Herzen vielen Dank! #Schanzerhaltenzam

Bis Roli sein Stadion-Comeback geben kann, heißt es für ihn und die Schanzer in den nächsten Tagen aber erstmal nochmal: kämpfen!


Danke auch an alle fleißigen Fotografen heute, die dafür sorgen, dass unsere Seite trotzdem mit Bildern versorgt wird. Um sich die Langeweile im Krankenhaus zu vertreiben, bearbeitet Roli die Bilder dort noch mit dem typischen "Inkognito-Design"

Schaut vorbei. Alle Bilder zum Heimspiel gibt es HIER.