​© 2017 IN KOGNITO // ingolstadt

  • Facebook Clean
  • Caroline

"Kleine Bayern" ganz groß

"Alle in weiß nach München" war das Motto für die ca. 1.200 mitgereisten Schanzer in München. Eine Auswärtsfahrt, bei der man Fahrt und Spiel leider mal wieder nicht miteinander vergleichen kann.



Der Tag startete, wie es sich für ein anstehendes, oberbayerisches Duell gehört: Mit Weißwürsten, Brezn und Weißbier. Die Motto-Shirts wurden verladen und schon startete die kurze Fahrt in Richtung Landeshauptstadt. Während viele München-Besucher derzeit auf die Wiesn pilgern, füllten wir das Stadion an der Grünwalder Staße, das sich in Liga 3 sowohl die Löwen, als auch die Bayern-Amateure teilen. Am letzten Spieltag forderten die Fans von letzteren noch, dass die Spielansetzung von 1. und 2. Mannschaft nicht gleichzeitig sein möge, doch trotz der Aufteilung an diesem Wochenende (Bayern I spielte bereits am Samstag zuhause gegen Köln), fühlte es sich für uns Ingolstädter doch ein bisschen nach einem Heimspiel an. Eine Seltenheit bei Schanzer-Auswärtsspielen. Der optisch und stimmungstechnisch gelungene Gästeblock gab sein Bestes, um die Mannschaft in diesem schwierigen Duell zu unterstützen. "Gemeinsam nach vorn" sollte es gehen.



Doch weder "gemeinsam" noch "nach vorn" ging gestern viel auf dem Platz. Das erste Gegentor, nach einem erneuten Aufbaufehler resultierend, konnten wir in einem schnellen Gegenzug noch egalisieren, doch insgesamt waren einfach zu viele Unaufmerksamkeiten vorhanden. Die rote Karte kurz vor der Halbzeit läutete dann die Niederlage ein. Wo wir in Halbzeit eins noch mithalten konnten, war anschließend in Unterzahl gegen stark spielende Bayern nichts mehr zu holen.

Ein Spiel, das die Kehrtwende im Abwärtstrend einläuten sollte, wird zur mentalen Bewährungsprobe für unseren Verein. Jetzt darf nicht in alte Verhaltensmuster zurück gefallen werden, damit meine ich Team und Fans. Die Mannschaft muss ehrlich zu sich selbst sein. Woran liegt es, dass wie Stefan Kutschke es nach dem Spiel sagte: "Wille und Bereitschaft nicht mehr so da sind, wie zu Beginn der Saison." Das kann von außen niemand beurteilen, doch intern muss da eine Menge an Aufarbeitung passieren.



Nächste Woche erwartet uns das nächste Hammer-Duell. Dann empfangen wir den derzeitigen Tabellenführer aus Haching im Audi Sportpark. Eine Möglichkeit für unsere Jungs, Wiedergutmachung zu leisten, Selbstvertrauen zu tanken und zu alten Stärken zurück zu kehren. Noch sind wir dran, verloren ist hier noch gar nichts. Und sollte es uns gelingen die Fehlerquelle ausfindig zu machen und zu eliminieren, kann so eine Schwächephase auch noch für etwas gut sein.


Alle Bilder zum Spiel in München findet ihr HIER.