• Roli

Leidenschaft, die Leiden schafft!


Am 25. Spieltag waren unsere Schanzer zu Gast beim FC Hansa Rostock. Kann der Fußballclub von der Schanz nach diesem Spieltag seinen bisherigen Aufstiegsplatz halten, nachdem die letzten zwei Partien nicht gewonnen wurden? Eines war klar – wenn die Ostsee ruft – werden wir trotz der weiten Distanz und zahlreicher, verlockender Faschingsveranstaltungen in der Heimat - folgen. So machten wir uns am frühen Samstagmorgen vom Ingolstädter Hauptbahnhof aus auf in Richtung Ostseeküste. Die weiteste Auswärtsfahrt der Saison war eine organisatorische Meisterleitung. Alleine die Fahrt vom Bahnhof über das Hotel zum Ostseestadion war filmreif und einige Szenen hätten wohl gut in eine Schweighöfer-Komödie, die dem Titel „ein rabenschwarzer Tag“ verdient hätte, gepasst! Einige von uns waren schon etwas früher angereist um etwa einen Kurzurlaub am Meer mit seinen Liebsten zu machen und die Seele an der frischen Ostseeluft baumeln zu lassen. Diese Strandkulisse hätte Caroline, die sich für dieses Wochenende eine Auszeit genommen hat, sicherlich auch sehr gut gefallen. Wenn wir das nächste Mal eine Radtour durch Deutschland machen, ist Warnemünde sicherlich einen Stopp wert!

Was auf dem Platz dann 90 Minuten lang passierte konnte man live im Öffentlich Rechtlichen verfolgen oder in den zahlreichen Gazetten nachlesen. Im Gästeblock spürte man mehr Frust,als Lust die Mannschaft zu supporten. Ziemlich beeindruckend war der Tifu der Gastmannschaft. Schon erstaunlich was man mit den Werkzeugen Schal und Hand alles anstellen kann! Das wohl größte Kompliment an die Ingolstädter-Fanszene bekam ich vom Betreiber des Getränkestandes im Stadion, der schmunzelnd meinte: „Für das, dass ihr nur mit 50 Mann angereist seid – trinkt ihr aber ganz schön viel!“

Nach Abpfiff des Spiel ging es für uns aus sicherheitstechnischen Gründen und auf Anraten der Ordner und der Polizei in mehreren Taxen zum Hotel, wo eine heiße Dusche auf uns wartete, zurück. Am Rande sollte hier noch erwähnt werden, dass man natürlich stolz auf seine Stadt, seinen Verein ist und die Farben präsentieren sollte, aber es mag manches Mal besser sein mit seiner Kleindung nicht zu provozieren!

Nach einer kleinen Pause machten wir uns dann am Abend mit über 20 Personen auf in einen Braukeller, der sich Mitten in der Rostocker Innenstadt befand. In den alten Gemäuern liesen wir es uns bei gut bürgerlichen DDR-Gerichten, wie etwa einer feurigen Soljanka und gekühltem Schwarzbier schmecken. Bei dieser Gelegenheit lernte ich auch den „Ostseeschanzer“ Sven, der uns durch den Abend geführt hat, kennen. An diesem Abend kamen immer wieder die Themen Motivation und Engament am Arbeitsplatz auf, dessen Fazit ich hier nicht noch weiter künstlich aufplauschen möchte. Der ein oder andere Hobbytrainer zuhause vor dem Fernseher wird sich nach dieser Leistung auch seinen Teil gedacht haben. Es ist so wie es ist, aber eines sei gesagt:

Leidenschaftlich investieren wir Fans Woche für Woche den Großteil unserer Freizeit und unseres Geldes um die Mannschaft und den Verein wo es nur geht zu unterstützen. Mich fragte mal ein Journalist was das Hobby Fußball so kosten würde und ich zählte ihm einige Kostenpunkte auf. Eigentlich wäre diese Frage mit nur einem einzigen Wort beantwortet gewesen, „Nerven – Das Hobby Fußball kostet Nerven!"


Nun, der FC Ingolstadt hat das Spiel 3:0 verloren, steht nun einen Punkt hinter dem Relegationsplatz und kann beim nächsten Heimspiel am Sonntag gegen Viktoria Köln unter Beweis stellen doch noch ein Fünkchen Leidenschaft auf den Rasen zu bringen und sich direkt hinter Duisburg zurück zu kämpfen!

Nächste Woche wird euch Caroline in gewohnter Manier berichten bis dahin wünschen wir euch eine tolle Faschingszeit! Alle Bilder vom Gastauftritt bei Hansa Rostock findet ihr HIER.

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