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Oberbayern: Rot gegen Blau

Das beste kommt zum Schluss. Passend zum Hinrunden-Abschluss wartete ein echter Kracher auf uns. Topspiel gegen die Löwen aus München. Rot gegen Blau, Ingolstadt gegen München, Panther gegen Löwen, Gaus gegen Elf. Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk?



Bereits vor Anpfiff der Partie war klar, dass das kein Zuckerschlecken werden würde. "Die Blauen", mit nur rund 80 km Anfahrtsweg, haben auch hier in der Stadt viele Anhänger und so war ein jeder Schanzer gefragt, das Spiel nicht zum Heimspiel für München werden zu lassen. Und auch sportlich war diese Begegnung höchst brisant, da es neben dem möglichen Derby-Sieg auch für beide Vereine eine Serie zu verteidigen galt. Vor der Partie standen für Ingolstadt neun ungeschlagene Spiele in Folge zu Buche, für Sechzig fünf. Der Spieltag war also schon im Vorfeld höchst emotional und so waren auch wir schon den ganzen Tag hibbelig und voller Vorfreude. Gut, dass wir die "Bande 8070" vor Anpfiff bei ihrer tollen Spendenaktion unterstützen und uns so ein wenig ablenken konnten. Wir hoffen, dass möglichst viel für den guten Zweck zusammen gekommen ist!



Und schließlich erfolgte dann der langersehnte Anpfiff im fast ausverkauften Sportpark. Auch ohne Pyro herrschte eine elektrisierende Energie, denn Heim- und Gästefans boten eine großartige Flutlicht-Atmosphäre. Und nach 10 Minuten durften dann alle Roten im Stadion jubeln, als Marcel Gaus mit dem ersten Torschuss der Partie zum 1:0 traf. Doch die Freude hielt leider nicht lange an, denn Sechzig zeigte sich vom Rückstand nur wenig beeindruckt. Innerhalb von neun Minuten drehten die Giesinger die Partie und zeigten dabei eklatante Schwächen in unserer Abwehr auf, die teilweise einen rabenschwarzen Tag erwischte. Vor allem so ein Sprint-Ass wie Mölders darf den Ball bei Ingolstädter Überzahl eigentlich nicht so einfach über die Torlinie schieben wie gestern zum 1:2.



Alle Pessimisten im Stadion hatten spätestens nach dem Rückstand und der roten Karte gegen Maximilian Beister in der 58. Minute mit einer Niederlage für unsere Schanzer gerechnet, doch die Jungs drehten auf. Trotz Unterzahl und Rückstand spielten sie fast besser als zuvor. Jeder versuchte, den fehlenden Mann wett zu machen und aktivierte seine Kraftreserven. So gelang es uns, mit viel Moral und Kampfgeist noch den Ausgleich zu schießen. Wieder war es Marcel Gaus, der auch zum 2:2 traf.

Ich freue mich über jedes Tor unserer Mannschaft, besonders über Jene gegen meine "Lieblingsmannschaften". Doch wenn dein Lieblingsspieler im Derby, in Unterzahl den wichtigen Ausgleich schießt, gibt es kein Halten mehr. So auch bei mir gestern. Die Erleichterung war riesengroß, die Freude grenzenlos. Genau diese Körpersprache braucht es in einem umkämpften Match. Voller Einsatz, Tacklings hart an der Grenze, Willen und den Glauben an sich selbst. So schießt du zwei Tore und so wendest du eine Niederlage ab. Natürlich hätte ich liebend gern gegen "die Blauen" gewonnen, doch durch den irrsinnigen Spielverlauf fühlte sich auch das Remis ein bisschen nach Sieg an. Kein Wunder also, dass Mannschaft und Fans nach Abpfiff gemeinsam feierten. Seit 10 Spielen ohne Niederlage! So kann eine Hinrunde enden.



Bevor es dann in die wohlverdiente Winterpause geht, steht nächste Woche noch das Spiel gegen Carl Zeiss Jena an. Unser Fanclub hat am Tag zuvor seine Weihnachtsfeier und so hoffen wir, dass es kein Kater-Spiel wird. Die Miezekatzen gestern reichen fürs Erste.


Alle Bilder zum Spiel findet ihr HIER.