• Caroline

Remis zum Barthelmarkt

Barthelmarkt in Oberstimm und Flutlichtspiel im Audi Sportpark. Pünktlich zum größten Volksfest der Region empfingen die Schanzer Hansa Rostock am Freitagabend.



Wie erwartet war der Zulauf an diesem Termin eher gering. Dabei sieht, wie man bei unseren Burschen sehen konnte, das Ingolstadt-Trikot fantastisch zur Lederhosn aus. Die Rostocker Fanszene hingegen nahm die rund 700km am Freitagabend zahlreich in Kauf. Der Gästeblock war voll und optisch sehr ansehnlich. Doch bereits nach 8 Minuten wurde es dort plötzlich still. Elfmeter für die Schanzer! Kutschke verwandelte den fälligen Strafstoß und das Stadion durfte zum ersten Mal jubeln. Fast ist es schon ein bisschen unheimlich, wenn unsere Jungs nun in jedem Spiel so früh in Führung gehen. Doch bis die Angst, die sich in den letzten Jahren bei so knappen Führungen eingestellt hat vergeht, wird es wohl noch lange dauern.



Das 1:0 brachten wir sicher in die Halbzeit, der Support groovte sich ein und alles schien seinen Weg zu gehen. Doch nach der Pause änderte sich dies plötzlich. Vielleicht ist "Ihr sollt kämpfen, ihr sollt siegen" bei Führung nicht die richtige Liedwahl, denn plötzlich fühlte es sich an, als lägen wir schon zurück. Das sollte dann auch bald so sein, denn nach Hansa´s Ausgleichstreffer fiel das Spiel unserer Schanzer in sich zusammen. Pässe kamen nicht mehr an, Absprachen passten nicht - das Spiel wurde zusehend zerfahrener. So war der 1:2 Treffer nur eine Frage der Zeit.

Als wir schon dachten, dass unsere Mini-Serie nun zu Ende sei, foulten die Hanseaten im Strafraum. Elfmeter in der Nachspielzeit. Kutschke lief an und rettete uns mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend den wichtigen Punkt. Ob der nun verdient war oder nicht sei dahingestellt, nach dem Spielverlauf fühlte er sich auf jeden Fall sehr glücklich an. Ob ich jemals einen Ingolstädter Strafstoß sehen werde, weiß ich nicht, aber nachdem es gestern wieder zweimal geklappt hat, werde ich auch in Zukunft lieber die Menschen hinter mir beobachten statt die Ausführung selbst.


Da man es immer nur erwähnt, wenn die Leistung miserabel war, möchte ich an dieser Stelle auch mal betonen, dass ich das Schiedsrichtergespann am gestrigen Abend sehr souverän und gut empfunden habe. Nicht jeder gibt in der Nachspielzeit einen Strafstoß, auch wenn dieser gerechtfertigt war.



Nach meinem entspannenden Urlaub war dieser Nerven-Krimi zu Beginn gleich mal volles Kontrastprogramm. Aber wie lautet der neue Slogan der Schanzer so schön: "Einfach kriegst du woanders"! Und irgendwie ist das auch gut so, schließlich war Roli schon Angst und Bange, dass er sich bei so vielen Siegen bald "wie ein verwöhnter Bayern-Fan fühlen müsse."


An dieser Stelle auch noch beste Genesungswünsche an Sven Sonnenberg, der sich bei seinem Foul in der Nachspielzeit wohl schlimmer verletzt hat. Bisher habe ich noch nicht gelesen wie es ihm aktuell geht, aber wenn ein Spieler mit der Trage vom Platz gebracht wird, ist das nie gut. Danke, dass niemand gebuht, sondern viele geklatscht haben. Die Gesundheit ist in so Momenten wichtiger als das Spiel.


Alle Feierwütigen können jetzt noch drei Tage lang den Barthelmarkt stürmen ehe es nächste Woche nach Köln zur Viktoria geht. Wir werden dies mal wieder mit einem Familienbesuch kombinieren und euch natürlich davon berichten.



Alle Bilder zum Flutlichtspiel findet ihr HIER.

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