• Caroline

Viktoria: die Siegerin

Während Manche von euch die erste Niederlage der Saison schon langsam verdaut haben, sind wir gerade erst von unserem Köln-Wochenend-Trip nach Hause gekommen. Es waren aufregende Tage.



Die Schanzer haben uns ja schon das ein oder andere Mal mit nach Köln genommen, doch bei Viktoria waren wir vor diesem Spieltag noch nie. Ein Premieren-Duell.

Da Jana Verwandschaft in Bergisch Gladbach hat, haben wir diesen Spieltag idealerweise mit Familienbesuch kombiniert. Im Gepäck hatten wir gutes bayerisches Bier. Nicht nur, weil es das ideale Mitbringsel ist, sondern auch, weil wir für die kurze Fahrt zum Stadion nicht auf Kölsch zurückgreifen wollten. Bestens gelaunt kamen wir am Sportpark Höhenberg an. Zuerst kam es einem Waldspaziergang gleich, denn die Viktoria bestreitet ihre Heimspiele an einem idyllischen Fleckchen Erde. Die Sonne brannte erbarmungslos auf die Gasttribüne und ich bin sicher nicht die Einzige, die einen Sonnenbrand bekommen hat.



Die rund 150 mitgereisten Ingolstädter sahen 10 starke Minuten unserer Jungs. Zuerst dachte ich, dass es ein souveräner und klarer Auswärtserfolg für uns werden sollte. Doch dann drehte das Spiel und nach 22 Minuten führten die Hausherren nach einem Traumangriff nicht gerade unverdient. Leider bekamen wir von da an überhaupt keinen Zugriff mehr. Nach einem weiteren Köln-Treffer und einem Platzverweis gegen Keller war "da Kas dann biss´n". Viktoria machte ihrem Namen alle Ehre und gewann verdient mit 3:0.

Jetzt kann man als Ingolstädter natürlich entsetz sein, sich fragen was schief gelaufen ist, alles in Frage stellen und schon vom Abstieg reden. Oder: man überlässt die Fehleranalyse den Leuten, die sich wirklich damit auskennen, nimmt die erste (!) Liganiederlage am 7. Spieltag gelassen hin und freut sich über einen wunderschönen Auswärtstrip. Jeder kann sich da wohl selbst am besten einordnen. Ich gehöre eher zur zweiten Kategorie, zumal wir ein tolles Wochenende hinter uns haben.



Im Block haben wir bereits nette Bekanntschaften gemacht und auch den Abend im Kreise der Familie haben wir sehr genossen. Auch das gehört für mich zu einem gelungenen Auswärtsspiel dazu. Wenn ich mir von jeder Niederlage tagelang die Laune verderben lassen würde, hätte ich spätestens letzte Saison Depressionen bekommen. Deshalb haben wir unseren Support auch bis zur letzten Minute durchgezogen, lautstark unsere Lieder gesungen und stolz unsere Fahnen geschwenkt. Auch den Jungs am Zaun haben wir es nach Abpfiff gesagt: "Das war nur ein Spiel. Haken wir es ab und schauen nach vorne!"


Nach vorne schauen wir auch schon wieder, denn bereits am Dienstag läuft die nächste Runde im Toto-Pokal. Das Ziel ist, wer hätte es nicht gedacht, mal wieder Unterfranken. Um 18 Uhr spielen wir gegen den FC Schweinfurt und ich bin schon sehr gespannt, welche Jungs dann für uns auflaufen.


Nachdem ich eine Woche im Urlaub war und wir dieses Mal mit dem Auto gefahren sind, kann ich es dann aber nicht erwarten, endlich wieder mit den Torkelschanzern auswärts zu fahren. Ich freue mich schon jetzt drauf - ergebnisunabhängig!


Alle Bilder zum Spiel findet ihr HIER.

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